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2009-07-07

Zahlungsmoral steigt im Juni erstmals – „Noch keine Trendwende“

Die Zahlungsmoral in Deutschland hat sich im Juni laut D&B Deutschland zufolge erstmals in diesem Jahr verbessert. „Es ist allerdings noch zu früh von einer Trendwende zu sprechen“, sagte D&B-Geschäftsführer Thomas Dold. „Der leichte Anstieg bei unserem Zahlungsindex ist nach den zuletzt deutlichen Rückgängen eher eine Zwischenerholung.“ Der im Auftrag der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX erstellte Index ist im Juni auf 78,3 (Mai: 78,19) Prozent gestiegen. Der Indikator wird seit Anfang des Jahres auf Monatsbasis veröffentlicht und kannte dabei bisher nur eine Richtung: Er war zuvor fünfmal in Folge gesunken.

Der Index sagt aus, dass im Juni 78,3 Prozent der beobachteten Unternehmen ihre Rechnungen pünktlich bezahlten. Die durchschnittliche Verzugszeit betrug im Juni 9,36 (Mai: 9,46) Tage. Dieser Wert ging zum ersten Mal in diesem Jahr zurück. Bei den einzelnen Branchen verbesserte sich die Zahlungsmoral vor allem bei Pharmaunternehmen und Versicherungen. In der Telekommunikationsbranche sank der Zahlungsindex dagegen deutlich. Nur noch bei Unternehmen der Transport- und Logistiksparte ist es um die Zahlungsmoral schlechter bestellt. Spitzenreiter in puncto Zuverlässigkeit bei den Zahlungen sind die Pharmaunternehmen.

Seit Jahresbeginn sank die Zahlungsmoral in den Branchen Transport und Logistik, Telekommunikation und Banken am stärksten. Zulegen konnten in den ersten sechs Monaten nur der Maschinenbau und das Handwerk.

Über D&B Deutschland

D&B Deutschland (früher Dun & Bradstreet) ist ein Unternehmen der Bisnode Gruppe und gehört zum weltweiten D&B Netzwerk, dem Weltmarktführer für Wirtschaftsinformationen und Firmenbewertungen. Unternehmen aus allen Branchen nutzen die Daten und Lösungen von D&B Deutschland zur Bonitätsprüfung, bei der Kundengewinnung und im strategischen Einkauf. Basis dafür ist die D&B Datenbank mit Informationen über 4,5 Millionen deutsche und mehr als 150 Millionen Unternehmen weltweit. In die Bonitätsbewertung der Firmen fließt auch deren Zahlungsverhalten ein. Dazu wertet D&B alleine in Deutschland jährlich mehr als 600 Millionen Rechnungsinformationen aus. Die Zuordnung aller Informationen zu den Unternehmen ist durch die von D&B eingeführte D-U-N-S® Nummer eindeutig. Die D-U-N-S® Nummer wird unter anderem vom Verband der Automobilindustrie (VDA), vom Verband der Chemischen Industrie (VCI), von der Europäischen Kommission und von der ISO als Standard empfohlen und eingesetzt. Mehr Informationen unter: www.dnbgermany.de

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