2009-05-08

Zahlungsmoral sinkt im April deutlich - D&B-Zahlungsindex fällt

Die Wirtschaftskrise drückt immer stärker auf die Zahlungsmoral in Deutschland. Im April beschleunigte sich der Abwärtstrend. Der prozentuale Anteil der Unternehmen, die ihre Rechnungen vereinbarungsgemäß bezahlt haben, ging deutlich stärker zurück als zuletzt, wie aus einer im Auftrag der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX erstellten Studie des Wirtschaftsinformations-Dienstleisters D&B hervorgeht.

Der am Freitag veröffentlichte D&B-Zahlungsindex fiel von 79,06 Prozent im März auf 78,40 Prozent im April. Das heißt, dass die beobachteten Unternehmen etwa vier von fünf Rechnungen pünktlich bezahlten. Damit fällt der Indikator zum vierten Mal hintereinander. Der Index wird zum vierten Mal auf Monatsbasis veröffentlicht. Die durchschnittliche Verzugszeit betrug 9,32 (März: 9,2) Tage. 

Bei den Banken sank die Zahlungsmoral weiter deutlich. Hier ging der Indikator um 1,46 Prozentpunkte auf 84,10 Prozent zurück. Damit rangierten die Finanzinstitute aber immer noch auf dem zweiten Platz hinter der Pharmabranche. Am stärksten ging der Wert in der Transport- und Logistik-Sparte zurück. Hier sank der Indikator um 4,93 Punkte auf 68,88 Prozent. Nach oben ging es nur im Segment in der Branche Verlage und Druckereien.

D&B Deutschland gehört zur Bisnode-Gruppe und zum weltweiten D&B-Netzwerk - nach eigenen Angaben Weltmarktführer für Wirtschaftsinformationen und Firmenbewertungen. D&B erstellt auf Basis von 600 Millionen Rechnungen und Auswertung von Daten von mehr als 700.000 deutschen Firmen eine regelmäßige Studie zur Zahlungsmoral. Weltweit wertet D&B mehr 20 Milliarden Rechnungen aus.

Über D&B Deutschland

D&B Deutschland (früher Dun & Bradstreet) ist ein Unternehmen der Bisnode Gruppe und gehört zum weltweiten D&B Netzwerk, dem Weltmarktführer für Wirtschaftsinformationen und Firmenbewertungen. Unternehmen aus allen Branchen nutzen die Daten und Lösungen von D&B Deutschland zur Bonitätsprüfung, bei der Kundengewinnung und im strategischen Einkauf. Basis dafür ist die D&B Datenbank mit Informationen über 4,3 Millionen deutsche und mehr als 140 Millionen Unternehmen weltweit. In die Bonitätsbewertung der Firmen fließt auch deren Zahlungsverhalten ein. Dazu wertet D&B alleine in Deutschland jährlich mehr als 540 Millionen Rechnungsinformationen aus. Die Zuordnung aller Informationen zu den Unternehmen ist durch die von D&B eingeführte D-U-N-S® Nummer eindeutig. Die D-U-N-S® Nummer wird unter anderem vom Verband der Automobilindustrie (VDA), vom Verband der Chemischen Industrie (VCI), von der Europäischen Kommission und von der ISO als Standard empfohlen und eingesetzt. Mehr Informationen unter: www.dnbgermany.de

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